SEELENMÄDCHEN (Projekt)

„It‘s exciting when you find parts of yourself in someone else“ - Annaka Silvia
(Quelle: @thegoodquote)

Dieses Projekt nahm seinen Anfang mit einer kleinen aber wichtigen Erkenntnis, die ich vor ein paar Monaten hatte. Und zwar ging es darum, dass man nicht jede Seite, jede Eigenschaft von sich und jede Ansicht mit einem einzigen Menschen teilen kann, denn DEN Seelenverwandten findet man äußerst selten. Aber man kann kleine Stückchen von sich in anderen Menschen finden. Man kann mehrere Menschen im Leben haben, die jeweils gewisse Eigenschaften und Ansichten in der selben Art mit einem teilen. Menschen die gewisse Dinge gleich empfinden. So bin ich das Ganze angegangen, und bin meine liebsten Menschen durchgegangen und habe mich in ihnen gesucht ... und gefunden. Ich habe den Gedanken weiter verfolgt und alles aufgeschrieben, aber irgendwie hat das nicht gereicht, es hat mich immer noch beschäftigt ... bis ich dann endlich die Idee hatte wie ich das Ganze bildlich darstellen kann. Es entstand nach langem Grübeln diese Skizze, und die wurde Quasi zum Prototyp meines „Seelenmädchens“

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1 - PASSION - Leidenschaft

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Mein Seelenmädchen Nummer 1 steht für Leidenschaft (Passion)! Ich persönlich liebe diese Eigenschaft an mir. Sie treibt mich an und macht mich immer wieder glücklich. Auch wenn sie manchmal frustrierend sein kann, weil sie bei mir sehr ausgeprägt ist und ich ihr oft gar nicht so nachgehen kann wie ich gerne würde, möchte ich kein bisschen auf sie verzichten, und ich wünsche mir nie sie wäre weniger oder anders. Ich kenne einige Menschen die diese Eigenschaft mit mir teilen (und doch irgendwie zu wenige) und die mich dadurch verstehen können, aber einer von ihnen besitzt sie in derselben Intensivität und geht ihr ebenfalls so unafhaltsam nach wie ich. Wir machen das zwar jeder auf seine Art (für ihn ist es nicht so wie für mich die Kunst), aber ich liebe es auch diesen Menschen dabei zu unterstützen, und sonne mich oft im seiner ganz eigenen Art seiner Leidenschaft nachzugehen.

Noch kurz zur Technik die ich bei den Bildern angewendet habe. Für dieses besondere Projekt habe ich nach einer neuen, oder besser gesagt neu interpretieren Technik gesucht, die ich so bisher noch nicht angewendet habe, auch wenn es so naheliegend wäre. Ich liebe Wasserfarben, bzw. ich liebe das was sie machen, wie sie aussehen. Was ich an ihnen aber nicht so mag ist, dass man die Farben selbst zusammenmischen muss (ausser man kauft sich alle, was sehr teuer ist), und die Unordnung die man danach wieder aufräumen muss (leider habe ich kein Atelier wo ich alles liegen lassen kann). Was ich aber toll finde sind diese wasserbasierten Pinselstifte bei denen man fast den selben Effekt hat, nur ohne diese kleinen Nachteile. Die haben dann ihren Dienst ideal geleistet, und schattieren durften dann meine geliebten Buntstifte. Eine tolle Kombination und nach wirklich sehr sehr langer Zeit mal wieder etwas komplett analoges. Es musste einfach analog sein, das war wichtig!

2 - TRUTH - Wahrheit

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Mein Seelenmädchen Nummer 2 steht für die Wahrheit (Truth) ... so ganz einfach ist es nicht diese Eigenschaft bei mir und bei anderen zu lieben. Zumindest ist sie nicht ganz so liebenswert wie die Leidenschaft. Die Wahrheit bzw. Ehrlichkeit kann sehr oft auch schmerzhaft sein. Meine Mama hat immer wieder versucht mir beizubringen etwas weniger ehrlich zu sein, bzw. manchmal zu lügen oder zumindest die Wahrheit für mich zu behalten. So ganz funktioniert es noch nicht, aber ich werde besser. Ich kann mitterweile ganz gut filtern. Lügen kann ich immer noch kein bisschen, aber die Wahrheit für mich behalten klappt schon ganz gut. Die Wahrheit sage ich nur dann, wenn ich explizit darum gebeten werde. Denn es ist ein wertvolles Gut, das nicht jedem zusteht und auch nicht jeder haben will. Ich selbst habe aber immer schon ehrliche Menschen geschätzt, und habe solche Exemplare sehr gerne in meinem Leben, denn ich weiß gern woran ich bin, was ich an einem Menschen habe, und ich weiß gerne was man für mich empfindet. Ich mag keine Ungewissheit und auch keine falsche Zuneigung, auch wenn ich sie als Wahr empfinde. Ich stehe auf die Wahrheit, auch dann wenn sie für mich unangenehm ist, und die Nicht-Wahrheit manchmal besser klingt. Ich habe mir diese Eigenschaft nicht angeeignet, ich besitze sie weil ich gar nicht anders kann. Und ich habe natürlich diese Eigenschaft in einem Menschen gefunden, der einen fixen Platz in meinem Leben hat. Und dieser Mensch ist noch ein kleines bisschen ehrlicher als ich, bzw. er sagt auch ungefragt die Wahrheit. Ich mag das. Allerdings muss man in so einem Fall auch bereit sein einzustecken, und das ist er ... und auch ich kann das eigentlich ganz gut. Ich kann nicht nur einstecken, ich bin auch bereit daran zu arbeiten, falls man mich mit der Wahrheit auf etwas aufmerksam macht, das ich an mir verbessern kann. Es gibt viel zu wenig Ehrlichkeit auf dieser Welt, und genau deshalb ist sie so wertvoll. Ehrlichkeit, auch sich selbst gegenüber, ist unheimlich wichtig. Fehler zugeben, sich mal schlecht fühlen, jemanden nicht mögen und auch mal nicht gemocht werden, auf etwas keine Lust haben, und es einfach mal sagen.

3 - EMPATHY - Empathie

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Ach die liebe Empathie, wenn sie doch mehr Menschen zu ihren Eigenschaften zählen würden. Sie ist so wichtig, nicht nur für mich sondern für die Menschenwelt, weil wir alle so unterschiedlich sind und anders empfinden. Wenn sich doch alle mehr in Andere versetzen würden, mehr mitfühlen könnten, was wäre die Welt für ein schöner Ort. Ich für mich weiß nicht ob mir diese Eigenschaft in die Wiege gelegt wurde. Was ich aber weiß ist, dass ich mit meinen Eltern genau die richtigen Menschen an meiner Seite hatte, um diese Eigenschaft wachsen zu lassen. Ich war immer schon eine gute Zuhörerin und Versteherin. Ich kann mich sehr gut in Menschen hineinversetzen und schließe nie von mir auf Andere. Was ich verstanden habe ist, dass jeder Mensch eine eigene Welt ist, mit eigenen Empfindungen und Ansichten. Nur weil ich etwas so empfinde oder sehe wie ich es eben tue, heißt es nicht dass es für jemand Anderen genauso ist. Jedem ist etwas anderes wichtig oder eben nicht. Jeder einzelne Mensch sieht mich auf eigene Weise, wie auch ich einen bestimmten Menschen auf meine ganz eigene Weise sehe. Und das zu verstehen ist meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung für Empathie. Eine sehr große Eigenschaft auf die ich unheimlich stolz bin. Und wenn Menschen in mein Leben treten bei denen ich Empathie entdecke, dann halt ich sie ganz fest, denn das sind diese Menschen bei denen man das Gefühl hat, man könnte ihnen alles erzählen, und sie fühlen mit und verurteilen nicht. Man muss natürlich auch filtern können wenn man im Besitz dieser Eigenschaft ist. Mitfühlen, aber auf einer anderen Ebene. Bei Problemen helfen, aber die Probleme nicht zu eigenen Problemen machen. Als Zuhörer und Empfänger vergisst man sich oft selbst. Denn wenn man weiß was Empathie ist, braucht man auch emphatische Menschen um sich herum … mindestens einen. Und den habe ich, zum Glück, denn auch ich möchte dass man mir zuhört und im besten Fall meine Sicht der Dinge versteht ... Mann muss sie auch nicht unbedingt mit mir teilen nur meine Art sie zu sehen verstehten.

4 - FAITH - Glauben

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Der Glauben ist eine Eigenschaft, die ich erst lernen musste und auch erst sehr spät gelernt habe. Besser gesagt diese Eigenschaft ist sogar noch in der Entwicklung. Da ist noch viel Luft nach oben. Denn so einfach mir Leidenschaft, Ehrlichkeit und Empathie fallen so schwer fiel es mir früher einfach zu glauben. Und ich weiß jetzt das Galuben Zuversicht schafft. „Faith sees the invisible, believes the unbelievable, and receives the impossible.“ (Corrie Ten Boom) Aber ja, ich kann voller Überzeugung und Zuversicht behaupten auch Glauben gehört zu den Eigenschaften die ich an mir mag. Ich merke gerade, dass es sich unfassbar schwer in Worte fassen lässt, was es für mich bedeutet, weil es auch so schwer greifbar ist ... Ich glaube an mich, an meinen Weg und daran dass alles seine Richigkeit und seine Berechtigung hat. Ich glaube auch daran, dass wir für mehr geschaffen sind als für Arbeiten, Geld verdienen und Geld ausgeben. Ich glaube dass da mehr ist als wir sehen und uns vorstellen können, daran dass jeder von uns aus einem bestimmten Grund hier ist. Ich glaube an Wunder und daran dass sich Menschen ändern können. Ich glaube an Dinge die ich nicht verstehen und sehen kann. Ich glaube, und machmal weiß ich sogar! Das war nicht immer so ... aber ich bin sehr froh, dass es so geworden ist!

5 - LOVE - Liebe

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Die erste Liebe die ich empfunden habe, war die für meine Eltern. Sie war warm und geborgen … und sicher. Sie ist beständig und hat sich bis heute nicht verändert. Dann kam diese wunderbare romantische Liebe die ich für meine Partner empfunden habe, und die sich von einem zu anderen steigerte. Diese Liebe muss sich immer erst entwickeln. Sie entsteht aus Bauchschmetterlingen und Verliebtheit. Und sie ist ganz anders als alle anderen, sie ist intensiver. Ich liebe diese Liebe, sie ist aufregend und überwältigend. Danach kam die Liebe zu meinem Kind. Davon hatte mir meine Mama erzählt, aber so richtig vorstellen konnte ich mir nicht wie selbstlos, bedingungslos und aufopfernd diese Liebe ist. Und umgekehrt, die Liebe eines Kindes zu empfangen ist für mich die Liebe die das höchste Glücksgefühl erzeugt. Die Liebe die ich als allerletztes kennenlernen durfte war die Selbstliebe. Es war ein langer Prozess überhaupt den Zugang zu finden, denn ich habe mich immer respektiert und geehrt, mich verstanden und auch hin und wieder gewisse Dinge an mir gemocht, aber geliebt habe ich mich nicht, nicht voll und ganz und so wie ich bin. ABER JETZT. Jetzt habe ich verstanden wie wichtig das ist, und ich habe auch verstanden wie es geht. Ich kann es jedem empfehlen ganz stark daran zu arbeiten. Jetzt wo ich weiß wie wichtig das ist, und wie gut sich das anfühlt bin ich natürlich sehr viel zufriedener und ruhiger. Es fühlt sich an wie ankommen.

Ich für mich gebe sehr gerne Liebe weiter. Ich umarme gerne. Mir sind Wärme und Herzlichkeit bei Menschen die mich umgeben sehr wichtig, denn auch ich gebe das sehr gerne weiter. Diese spezielle Wärme und Herzlichkeit, wie ich sie empfinde und weitergebe, habe ich bei einem Menschen gefunden, und daran möchte ich festhalten, weil ich weiß dass das alles andere als selbstverständlich ist … Leider habe ich auch das Gefühl, dass heutzutage die meisten Menschen zu gehetzt sind um überhaupt an Liebe zu denken. Zu gestresst um sie zu empfangen, geschweige denn weiterzugeben. Schade eigentlich, denn das Lieben macht uns ruhiger, glücklicher und schöner.

6 - JUSTICE - Gerechtigkeit

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Hat nicht jeder einen Sinn für Gerechtigkeit? … auf seine Weise … Ich würde sagen, ja! Was für mich ungerecht erscheint, ist vielleicht für einen anderen völlig ok. Entscheidend sind in Wirklichkeit die eigenen Werte die jeder für sich irgendwann und ziemlich sicher unbewusst festgelegt hat. Diese festgelegten Werte hängen von vielen Faktoren ab. Ein Teil ist angeboren, das meiste aber ist anerzogen von den Eltern, Lehrern und der Gesellschaft. Ich fühlte mich früher oft ungerecht behandelt und ging den einfachen Weg, gab meist Anderen die Schuld für meinen Frust. Heute weiß ich, dass dieses Empfinden sehr viel tiefer verwurzelt ist. Und wenn es anfängt wehzutun muss man, so schwer es auch fallen mag, seine eigenen Werte hinterfragen, denn das Problem sitzt ziemlich sicher da begraben. Und genau da muss man es auch anpacken, um dauerhaft seinen Frieden zu finden. Auch diese Eigenschaft, einen Sinn für Gerechtigkeit der sich mit meinem Dekt, habe ich bei einem Menschen in meinem Leben gefunden. Da fühlt man sich sehr verstanden und das tut unheimlich gut!

7 - RESPECT - Respekt

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Eine Eigenschaft die nicht viel Erklärung braucht. Respekt ist wichtig. Für mich unabdingbar. Ich finde Respekt reiht sich ganz oben ein, denn er sollte immer da sein. Und ich meine nicht Respekt als menschliches Grundbedürfniss, den wir von Natur aus besitzen um zu überleben, nicht den der uns Angst macht damit wir nicht in Versuchung kommen und unser Leben aufs Spiel setzen. Ich meine Respekt im Sinne von Wertschätzung, den Respekt der freiwillig passiert, den wir kontrollieren können. Respekt vor sich selbst und Respekt den wir anderen Menschen entgegenbringen sollten, damit wir sie nicht verletzen. Dieser selbstlose nichtegoistische Respekt den wir aufbringen müssen, weil wir ihn auch von anderen bekommen wollen. Aufmerksam zuhören, niemanden und nichts als selbstverständlich ansehen. Menschen so akzeptieren wie sie sind. Helfen ja, aber nicht ändern wollen, nur um sich selbst zu helfen. Respekt heißt auch loslassen, und Meinungen zu akzeptieren die nicht der eigenen entsprechen. Das wichtigste am Respekt ist aber, dass er auf Gegenseitigkeit beruht. Mich verletzt es sehr, wenn mich jemand nicht respektiert, aber von solchen Menschen versuche ich mich ganz schnell zu lösen, auch wenn es oft nicht ganz einfach ist.

8 - RATIONALITY - Vernunft

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Die Vernunft ist ein Thema über das ich mir schon mein Leben lang Gedanken mache. Im Grunde bin ich ein sehr vernünftiger Mensch. Ich habe immer schon, auch in meiner Jugend, vernünftig gehandelt, was wohl auch meiner auf Vertrauen basierenden Erziehung zu verdanken ist. Ich war ganz lange ein ziemlich überzeugter Kopfmensch. Denken war für mich immer wichtiger und logischer als Fühlen. Dann wurde ich älter und lernte auch auf meine Gefühlen zu hören. Ich gab dem Fühlen eine Chance, traute ihm aber trotzdem nie so sehr wie der Vernunft, dem Kopf. Bei mir kann man sich den Prozess in etwa so vorstellen: Irgendeine Situation ergibt sich bei der starke Gefühle im Spiel sind. Mein Herz und mein Bauch fühlen mit ihrer vollen Kraft, alles in mir glaubt zu wissen, das kann so falsch nicht sein, wenn es sich so gut an“fühlt“. Aber bevor ich dann handle wird die besagte Situation nochmal einer strengen Kontrolle der Vernunft unterzogen. Sehr oft verbietet mir dann meine Vernunft impulsiv zu handeln und meinen Gefühlen blind zu vertrauen. Manchmal ist der Kampf zwischen Kopf und Herz riesengroß, manchmal nicht der Rede wert, aber ich habe noch nie bereut meiner Vernunft vertraut zu haben. Ich träume manchmal davon in manchen Situationen den Gefühlen freien lauf zu lassen und die Vernunft mal nicht um Erlaubnis zu bitten, aber dann vergeht der kurze Augenblick und die Vernunft ist für mich da. Ich bin sehr froh dass diese Eigenschaft bei mir so ausgeprägt ist, und dass sie mich nie im Stich lässt. Mit Vernunft handeln, auf kosten eines kurzen Kicks ... ja das nehme ich gerne in Kauf, denn das macht auf lange Sicht glücklicher!

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Ich kann noch etwas, aber das können andere besser

Ich habe lange darüber nachgedacht, hier auch meine Lettering-Kunst zu promoten, bzw. zu zeigen, denn auch das mache ich leidenschaftlich gerne, und werde darin immer besser. Allerdings ist es bei dieser Kunstform so, dass es mit sehr viel Übung JEDER kann. Was es natürlich zu etwas ganz besonderem macht. Diese Tatsache hat dann schlussendlich dazu geführt, dass ich mich dagegen entschieden habe, diese Leidenschaft in mein Portfolio aufzunehmen. Denn dieses LETTERING beherrschen Andere einfach sehr viel besser. Natürlich mache ich auch das, wie alles andere auf meine Art, doch in diesem Fall, unterscheidet sie sich einfach zu wenig von den Anderen. Nichtsdestotrotz, wozu hat meine ein Blog. Genau, da darf dann auch sowas rein. 

Dann mal los. 

Kreiszeichnungen mit Bedeutung

Diese, wie ich sie nenne, Kreiszeichnungen, sind in einer Zeit entstanden in der ich vergessen hatte, wie sehr ich die bildende Kunst liebe, und wie unglücklich ich ohne sie bin. Diese Zeichnungen haben wieder etwas in Bewegung gebracht, was mir geholfen hat, hierher und wieder zu mir selbst zu finden. Außerdem finde ich Kunst sehr viel schöner, wenn eine Geschichte dahinter steckt. 

Der Rabe ist mein Krafttier

"Open here I flung the shutter, when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instant stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door –
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door –
Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
„Though thy crest be shorn and shaven, thou,“ I said, „art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore –
Tell me what thy lordly name is on the Night’s Plutonian shore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

(Ein Auszug aus Edgar Allan Poe’s – The Raven)

DER BAUM IST MEIN LIEBSTES LEBEWESEN

Ich liebe Bäume, wie nichts anderes auf der Welt. Ich liebe sie, weil sie Schatten spenden, und ich liebe die Schattenseite der Sonne. Ich liebe sie auch weil sie groß und stark sind, weil sie schön sind auf ihre eigene Art, jeder einzelne von ihnen. Ich mag es wie sie sich anfühlen und wie sie riechen. Ich mag es, dass sie unglaublich alt werden, und ganz ruhige Stille Beobachter sind. Ich mag es auch wie sie klingen, wenn der Wind ihre Blätter berührt. Ich mag es wie sie alle zusammen zu einem Wald verschmelzen, und dadurch die schönste Atmosphäre erschaffen, die es gibt. Ich mag auch einen einzelnen Baum, der einsam auf einer Wiese lebt. Und ich wünsche mir, irgendwann mal meinen eigenen Baum zu besitzen, unter den ich mich setzen kann, wann immer ich will, um einfach von ihm zu lernen wie man ruhig und still wird, wie man einfach ist wie man ist.

DIE HAND IST DAS SCHÖNSTE, ALLER KÖRPERTEILE

Ich liebe Hände fast so sehr wie Bäume. Hände faszinieren mich, seit ich denken kann. Ich liebe schöne Hände, und vor allem gezeichnete Hände. Und ja, ich sehe den Menschen zuerst (ins Gesicht und dann) auf die Hände.

PAPERWOLF

Die Stimmung war richtig für einen Wolf. Den Wolf fürchten die Menschen. Der Wolf ist aus menschlichen Mythologien, Sagen und Märchen sowie der Literatur und Kunst nicht wegzudenken. Kein anderes Tier löst beim Menschen derartig ambivalente Gefühle aus wie der Wolf. Der Mensch verehrt den Wolf und erkennt ihn als das ihm überlegene Tier an, und gleichzeitig projiziert er auf die „Bestie“ die er in ihm sieht alle seine Ängste.

Manche Kulturen glauben, Kojoten und Wölfe hätten die Welt geschaffen. 

Kolumne #1 – Zum Thema INSPIRATION

Ich möchte euch erzählen was mich momentan inspiriert und dadurch auch motiviert. Ich brauche immer wieder Neues in meinem Leben, denn Stillstand ertrage ich nicht. So inspiriert wie heute war ich allerdings nicht immer. Ich frage mich immer wieder warum ich früher nie das Bedürfnis hatte so viele kreative Dinge auf einmal zu tun? Damals als ich noch Zeit hatte, als ich zu Schule ging, als ich studiert habe. Aber da war ich noch nicht Anwender all dieser sozialen Netzwerke, und kannte auch die Blogosphäre nicht. Und so inspirierend fand ich die Menschen um mich herum auch nie, denn am Entstehen war, und ich meinen Platz darin noch nicht gefunden hatte. Ich habe mir nun einen über die Jahre erarbeitet und fühle mich mittlerweile auch sehr wohl da. Das Ding ist nur, die vielen inspirierten Menschen, die darin wohnen, überfordern mich manchmal. Ich muss noch lernen zu filtern, und ich muss meine Prioritäten überdenken … schon wieder.

Nun zu dem was mich INSPIRIERT

Das was aus der Masse heraussticht: der besondere Internetmensch

Es gibt da eine Bloggerin, die hat mich mit ihrem Blog und ihrer ganzen Art zu dieser Kolumne inspiriert. Sie ist, glaube ich, das Internetlebewesen dem ich am längsten meine Aufmerksamkeit schenke. Sie hat sich über die Jahre von einem Modemädchen mit Modeblog zu einer sehr inspirierenden starken erwachsenen Frau mit viel Herz und Verstand entwickelt. Was ich früher unterhaltend fand, empfinde ich jetzt als sehr inspirierend. Ihr Schreibstil ist unverwechselbar (wenn auch eindeutig anfangs von der berühmten Carrie Bradshaw inspiriert), und ihre verfassten Gedanken immer wieder anregend. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal etwas von ihr gelesen habe, ohne sofort den Impuls zu verspüren mich selbst an den Schreibtisch zu setzen und tolle Sätze zu produzieren. Ihr Leben ist zwar ein gänzlich anderes als meins, die Themen überschneiden sich auch kaum, aber dieser Gedanke der Internetwelt mehr von dem preiszugeben was in meinem Kopf stattfindet, gefällt mir.

Der treue Begleiter im Abo: FLOW

Was mich noch inspiriert? In der Zeitschrift FLOW habe ich meinen absoluten Lebens Guru gefunden (gibt es übrigens ab sofort auch für Männer und nennt sich WOLF – tolles Wortspiel). In diesen Artikeln steckt so viel Wahres über das Leben, menschliches Verhalten und Kreativität. Sie ist voller guter Tips und Anregungen, und ist zudem sehr liebevoll gestaltet. Ich lerne daraus so viel über mich selbst, dass es fast schon unheimlich ist. Es gab sogar ein ganzes Special in dem es einzig um Bücher ging. Man kann über Bücher tatsächlich so einiges Schreiben und lesen. Wusste ich auch nicht. Ich  konnte mir da ein paar Großartigkeiten über Leseverhalten herauspicken, die ich aktuelle praktiziere. In diesem Moment liegt die FLOW auch neben mir, und sobald ich diese Kolumne fertig abgetippt habe, werde ich den Artikel über die Beziehung zur eigenen Familie lesen.

Bildende Kunst in Schriftform: BRUSH LETTERING

Ich zeichne wieder ein bisschen. Im Moment hauptsächlich Buchstaben. Diese aktuell sehr beliebte Kunstform nennt sich „Brush Lettering“ und bereitet mir unheimlich viel Spaß. Ich hatte vor einer Weile schon mal einen Anlauf gestartet und wollte diese Kunst erlernen, aber als es nicht auf Anhieb klappte, habe ich es wieder gelassen. Da hat der Zeitpunkt einfach nicht gestimmt. Jetzt ist er dafür umso richtiger. Die richtige Sache zur richtigen Zeit, kann sehr viel Spaß und sogar Entspannung bringen. Das ist quasi mein Schreib-Yoga. Ich bin noch weit davon entfernt es richtig gut zu beherrschen, aber ich mache meine täglichen Übungen, und so sieht das Ganze aktuell aus. Irgendwie hat gerade das unperfekte auch seinen Reiz. Finde ich.

 

Meine aktuelle Inspirationsquelle dafür ist Instagram. Da kann ich mir immer angucken was andere so „lettern“. Und wenn ihr gerne an meinem Lernfortschritt teilnehmen wollt, bitte gerne folgen.

Der Klassiker: BÜCHER von schlauen MENSCHEN

Ich bin im Moment sehr empfänglich für jegliche Art von Lebensweisheiten. Ich stecke da quasi in einem Zeitfenster, das sich bestimmt früher oder später wieder schließen wird. Darum sauge ich dieses Wissen über „das Leben“ wie ein schwamm in mich auf. Ich nehme alles was ich kriegen kann. Sortiere dann aus, werfe das Meiste wieder weg. Nur das wichtigste, das essenzielle, das was ein AHA Erlebnis verursacht hat, darf bleiben, denn davon werde ich hoffentlich noch ein Leben lang zehren. Ich habe immer ein bisschen Angst diese tollen inspirierenden Worte wieder zu vergessen, zu vergessen an sie zu denken, an das Gefühl das sie in mir ausgelöst haben, als ich sie zum ersten mal gehört/gelesen habe.

Und noch viele andere kleine Dinge inspirieren mich jeden Tag. Warum ich in diesem Zusammenhang den Sohn nicht erwähne? Das ist wieder eine völlig andere Sache. Da werden noch viele Kolumnen kommen, die ich einzig ihm widmen werde. Und diese fazinierenden neuen Berufe, die ich aktuelle erlerne? Auch das ich ein eigenes Thema.

Kommen wir zum ENDE der ersten KOLUMNE

Was mir jetzt noch fehlt um diese meine erste Kolumne würdig abzuschließen, ist ein guter Rat, bzw. eine Botschaft die ich euch auf den Weg geben kann. Es darf aber auch eine Erkenntnis für mich sein, die euch vielleicht in irgendeiner Art auch ein bisschen inspiriert. „Alles geht, nix muss …“, oder so. Nein, das ist es nicht ganz. Eher etwas wie: „Immer wieder neues ausprobieren“. Ich zum Beispiel muss das, denn Gewohnheit macht mich traurig. Und schon fällt mich was ein, was ich euch auf den Weg geben mag, aus dem SEHR inspirierenden Buch das ich gerade lese: „Gewohnheit verändert unsere Sicht auf die Dinge. Sie stumpft unsere Sinne ab. Glückliche Zeiten bemerken wir erst, wenn sie unglücklicheren weichen. Ich habe manchmal das Gefühl, je mehr Gutes in unser Leben fließt, desto schwächer wird die Empfindsamkeit dafür.“ Und hier das mindestens genauso gute Gegenargument: „Wenn du mich fragst, hat die Natur die Gewohnheit erfunden, um das Schlechte in unserem Leben aushalten zu können. Stell dir vor, fortwährendes Leid hätte dieselbe Kraft wie der erste Schlag. Kein Mensch könnte das ertragen.“

So, nun entlasse ich euch wieder in euer inspirierendes und täglich neues Leben mit all seinen Gewohnheiten.